Regie: András Dömötör
Bühne: Julia Plickat/Ann-Christine Müller
Kostüme: Almut Eppinger
Musik: Tamás Matkó
Mit Ulrich Matthes, Julia Gräfner, Anja Schneider, Andri Schenardi, Mercy Dorcas Otieno, Evamaria Salcher
Jacob McNeal ist das Paradebeispiel für den sprichwörtlichen alten weißen Mann und geradezu ein Prototyp einer heute zunehmend als toxisch gebrandmarkten Männlichkeit: ein berühmter US-amerikanischer Schriftsteller Ende 60, ein Charismatiker mit einem Alkoholproblem, eine ehrliche Haut, prominent, erfolgreich. Im Laufe des Lebens hat er sich seine Bildung, seine Sprachmacht und seinen Platz in der Literaturgeschichte seines Landes hart erarbeitet und dabei ohne Rücksicht auf Verluste sich selbst, seine Beziehungen und seine Gesundheit ausgebeutet und ruiniert. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms (Literaturnobelpreis) und am Ende seines Lebens (Leberzirrhose) holt ihn seine Vergangenheit ein und überholt ihn eine Technologie, die ihn als Autor bedroht: Künstliche Intelligenz.