
IDA GERHARDI – UND ALLES TANZTE
Käthe-Kollwitz-Museum BerlinSonderausstellung im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
Eröffnung: Samstag, 29. August 2026, 17:00 Uhr
Laufzeit: 29. August – 1. November 2026
Die Malerin Ida Gerhardi (1862-1927) gehört zu den Künstlerinnen, deren Erfolge und Bedeutung in ihrer Zeit heute fast vergessen sind. Nach ihrem Studium an der Künstlerinnenschule in München lebte Gerhardi seit 1891 in Paris und konnte sich dort als deutsche Künstlerin durchsetzen. Sie erarbeitete sich einen Ruf als Porträtistin und Netzwerkerin, die auch Kontakte und Ausstellungsmöglichkeiten an Künstlerkollegen in Paris und andernorts vermittelte. Sie war mit bedeutenden Kunstsammlern wie Karl Ernst Osthaus bekannt, war Mitglied der Berliner Secession und des Deutschen Künstlerbundes und Mitbegründerin des Deutschen Lyceum-Clubs. 1913 musste Ida Gerhardi auf Grund einer Krankheit Paris verlassen und in das heimatliche Lüdenscheid zurückkehren. Ihre künstlerische Tätigkeit konnte sie nur noch eingeschränkt fortsetzen.
Die Ausstellung im Kollwitz-Museum widmet sich der Pariser Zeit von Ida Gerhardi und hier besonders ihren expressiven Tanzbildern und Darstellungen aus dem Nachtleben von Paris, aber auch ihren eindrücklichen Selbstbildnissen. Gerhardi flanierte allein durch Paris, sie besuchte allein Tanzlokale, beides zur damaligen Zeit mehr als ungewöhnlich für eine Frau. Und sie beschäAigte sich ab 1903 künstlerisch mit diesen Szenerien. In der Kunstgeschichte ist sie damit eine Pionierin, denn keine Frau vor ihr malte diese Sujets.
Lesung aus den Briefen von Ida Gerhardi
Donnerstag, 8. Oktober, 18:00 Uhr
Heike Steinweg, Fotografin und Schauspielerin und Dr. Annegret Rittmann, Herausgeberin der Briefedition
Teilnahme: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Keine Anmeldung erforderlich
Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
Spandauer Damm 10
14059 Berlin
Öffnungszeiten
täglich von 11 bis 18 Uhr
KULTURplus Vorteil: ermäßigter Eintrittspreis