
Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes
Zoo PalastGERMAINE ACOGNY DIE ESSENZ DES TANZES, Deutschland/Frankreich/Senegal, 2025, 89 min
Ein Film von Greta-Marie Becker über und mit Germaine Acogny die „Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes" und eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas.
Die Regisseurin Greta-Marie Becker beantwortet in einem Q&A im Anschluss an das Screening Ihre Fragen zum Film.
23. Januar 2026 - 11 Uhr
Zoo Palast Berlin
incl. Empfang und Saalverlosung
GERMAINE ACOGNY – DIE ESSENZ DES TANZES ist ein Kinodokumentarfilm über die Ausnahmetänzerin und international bekannte senegalesische Choreografin Germaine Acogny. Der von ihr entwickelte Tanzstil ist die erste und einzige Tanztechnik aus Afrika, die in den internationalen Kanon des modernen Tanzes aufgenommen wurde.
Die Karriere der „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“ begann, als der Dichter und Staatsmann Léopold Sédar Senghor mit seiner radikalen Kulturpolitik den Senegal zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Afrika machen wollte. Als erster Präsident nach der Unabhängigkeit des Landes (1960) gründete er 1977 gemeinsam mit dem französischen Star-Choreografen Maurice Béjart das Nationale Tanzinstitut Mudra Afrique.
Mit Anfang 30 wurde Germaine Acogny die erste künstlerische Leiterin des wegweisenden Tanzinstituts. Nach Jahren auf den internationalen Bühnen ist die Ikone des afrikanischen Tanzes in den Senegal zurückgekehrt. Gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Helmut Vogt hat sie seit Ende der 1990er Jahre eine der wichtigsten Schulen für zeitgenössischen Tanz aufgebaut: L'École des Sables.
Durch Kooperationen mit Institutionen wie der Pina Bausch Foundation, der Amsterdamer Universität der Künste oder dem Sadler's Wells Theatre London treten Nachwuchstänzer:innen aus Europa, Amerika und Afrika in den Dialog. Ein Film, der mehrere Generationen von Tänzer:innen porträtiert.
In Benin geboren, im Senegal aufgewachsen, studierte Acogny in Paris und reiste mehr als fünf Jahrzehnte lang um die Welt. Ihre einzigartige Tanztechnik wurde in den internationalen Kanon des modernen Tanzes aufgenommen. Das Kinopublikum begleitet das Ausnahmetalent auf der Bühne, ist dabei, wenn sie mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanzbiennale in Venedig 2021 geehrt wird sowie mit dem Grand Prix de l'Académie des Beaux Art in Paris 2023. Diese bewegte Gegenwart und die erinnerte Vergangenheit der Protagonistin werden durch dokumentarische Szenen, sorgfältig ausgewähltes Archivmaterial sowie eigens für den Film inszenierte Tanzszenen verbunden. Mit 81 Jahren tanzt sie immer noch und ermutigt neue Generationen afrikanischer und internationaler Tänzer:innen in ihrer einzigartigen Schule l'École des Sables im Senegal.
Zoo Palast
Hardenbergstraße 29a
10623 Berlin
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