Einfach mehr Kultur erleben. Mit dem Kulturservice der TheaterGemeinde Berlin

Kundenservice Mo bis Fr 10–16 Uhr

030 21 29 63 00

BUNA eine Zeit © Tina Bara
BUNA eine Zeit © Tina Bara
Museen

DAS WEITE SUCHEN. Fotografien der späten DDR

Filmmuseum Potsdam

Film- und Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

Die Ausstellung »Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR« im benachbarten Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte lädt zu einer Auseinandersetzung mit der Transformationszeit in Ostdeutschland ein – von der späten DDR bis in die 1990er. Gezeigt werden Fotografien, die intime, kritische oder irritierende Perspektiven auf Alltag, Protest und Wandel eröffnen. Eine Film- und Veranstaltungsreihe im Filmmuseum Potsdam ergänzt das Begleitprogramm zur Ausstellung.

Samstag, 28. Februar 2026, 18 Uhr
Filmmuseum Potsdam

BUNA. eine Zeit
R: Tina Bara, D 2025 (1988), Dok., 41′ + 22'
Anschließend: Künstlerinnengespräch mit Tina Bara
Moderation: Cornelia Klauß (Akademie der Künste)

Im Sommer 1988 kommt Tina Bara mit einer Gruppe von internationalen Künstler:innen in die Buna-Werke in Schkopau. »Plaste und Elaste« lautet der Slogan für die Kunststoffprodukte, die dort entstehen. Eigentlich soll Bara die Künstler:innen porträtieren. Doch sie ist mehr an der Begegnung mit den Arbeiter:innen interessiert. Die Fotoserie, die hier entsteht, zeugt auch von gravierender Umweltverschmutzung und den Umständen, unter denen die Menschen dort arbeiten.
Aktuell hat Tina Bara einen Fotofilm aus diesen Dokumenten montiert und mit einem Nachtrag versehen. Im Filmmuseum Potsdam kommt diese Arbeit nun erstmals in einem Kino zur Aufführung.

Donnerstag, 19. März 2026, ab 18.30 Uhr
Filmmuseum Potsdam

Frauen in Berlin
R: Chetna Vora, DDR 1981 

18.30 Uhr 
Werkstattgesprächmit Anke Wilkening (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Filmrestauratorin) und Lars Barthel (Filmemacher)
Moderation: Tobias Hering (Filmkurator)

20 Uhr 
Filmvorführung
Frauen in Berlin
R: Chetna Vora, DDR 1981, Dok., 142'

In langen Einstellungen sprechen Frauen unterschiedlicher Generation über ihr Leben. Gedreht zumeist im persönlichen Umfeld der Frauen, zeugen die Interviews von Vertrauen und Offenheit. Es geht um die Arbeit, die Be­ziehung, die Familie, den Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit. 
Schnell handelte die indische Regiestudentin Chetna Vora, um den Rohschnitt ihres Dokumentarfilms zu retten. Nach der hochschulinternen Vorführung in Babelsberg wurde sie aufgefordert, ihre 140 minütige Fassung auf 30 Minuten zu kürzen. Vora konnte das Material mit Hilfe von Freund:innen unbemerkt nach Berlin schaffen, um es mittels eines 16-mm-Filmprojektors und einer Videokamera abzufilmen, bevor die Hochschule das Fehlen entdeckte.

Die Digitalisierung und Restaurierung von »Frauen in Berlin« wurde unterstützt durch das Förderprogramm Filmerbe, finanziert durch BKM, Länder und FFA.

Filmmuseum Potsdam
Marstall, Breite Str. 1a
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Ausstellungen: Di–So 10–18 Uhr
Kino: Di–So ab 17 Uhr
Kinderkino: Sa + So 15 Uhr

KULTURplus Vorteil: ermäßigter Eintritt für Kinokarten und das Kombiticket Dauer- und Sonderausstellung