Boulevard Berlin

Ein Jahrhundert Komödie am Kurfürstendamm

Fotoausstellung
18. Januar bis 27. Mai 2018
Ausstellungseröffnung: 18. Januar 2018,
im Anschluss an die Vorstellung „Die Tanzstunde“ (Beginn 19.00 Uhr)
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Pressefotos

Foto Joseph Schmidt, © Stadtmuseum Berlin
Foto: Joseph Schmidt, © Stadtmuseum Berlin

In der Komödie am Kurfürstendamm fällt im Mai 2018 der letzte Vorhang. Vor dem Abriss der beiden berühmten Boulevardtheater erinnert eine einmalige Ausstellung an die glanzvolle, fast 100jährige Geschichte der Komödie. Rund 60 bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Bestand der Stiftung Stadtmuseum Berlin konnten dank der Förderung der TheaterGemeinde Berlin dafür digitalisiert und restauriert werden. Zur Ausstellungseröffnung am 18. Januar 2018 wird die Neuproduktion „Die Tanzstunde“ gezeigt (Premiere: 14.01.18). Wir laden Sie herzlich zu dieser Sondervorstellung und der anschließenden Vernissage ein.

Zu Beginn der 1920er Jahre versuchte Theaterdirektor Max Reinhardt eine neue intime Spielstätte für 500 Besucher im prosperierenden Westen der Stadt zu finden. Dafür bot sich eine gute Gelegenheit am Kurfürstendamm 206, als der geplante Umbau des Gebäudes zu einem Filmtheater 1923 scheiterte.
Der beauftragte Architekt Oskar Kaufmann löste diese reizvolle Aufgabe brillant und baute ein kleines, elegantes Saaltheater mit einem zweigeschossigen Logenkranz. Zugänglich war das Theater, obwohl im hinteren Teil des Gebäudekomplexes gelegen, durch einen imposanten Haupteingang vom Kurfürstendamm aus. Mit dem Namen des Hauses Komödie wurde sowohl das Programm verkündet als auch für die neue Unterhaltungsstätte geworben.
Die festliche Eröffnung im November 1924 mit Goldonis "Diener zweier Herren" war nicht nur ein großer künstlerischer Erfolg, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges. Reinhardt ließ den Theateraufführungen in den Nachtstunden zwischen elf und zwei Uhr noch Revuen folgen, die dem Haus ein großes Publikum brachten.
Seit 1934 leitete Hans Wölffer die Bühne, bis das Gebäude bei Luftangriffen 1943 beschädigt wurde.
Achim von Biel eröffnete bereits im März 1946 das wiederhergestellte Theater mit Schillers "Kabale und Liebe". 1951 konnte Hans Wölffer die Komödie erneut übernehmen und bot mit Stücken von Curt Goetz, Oscar Wilde und ab 1954 mit Musicalvorlagen Unterhaltungstheater mit literarischem Anspruch. Gemeinsam mit dem Theater am Kurfürstendamm entwickelten die Wölffers die Spielorte seit 1963 zu den bekanntesten Boulevardbühnen Berlins, die weit über die Stadt hinausstrahlten. Seit drei Generationen schreiben Hans, Jürgen, Christian und Martin Woelffer Berliner Theatergeschichte.

Diese Geschichte wird weiter geschrieben: Für eine Übergangszeit ziehen die Bühnen in das traditionsreiche Schillertheater in der Bismarckstraße um. Im September 2018 wird hier der Spielbetrieb aufgenommen. Am Kurfürstendamm entsteht derweil ein neues, stilvolles Theater, das speziell auf die Bedürfnisse des traditionsreichen Familienunternehmens zugeschnitten ist. Hier wird es dann in Zukunft wieder großstädtisches Unterhaltungstheater am schönsten Boulevard Berlins geben.

Exklusive Direktorenführungen durch Ausstellung und Komödie am Kurfürstendamm:

15. Februar 2018, 15. März 2018, 19. April 2018 und 10. Mai 2018,
jeweils 18.30 Uhr.

Aus organisatorischen Gründen ist der Ausstellungsbesuch bzw. die Teilnahme an einer Führung nur für Gäste möglich, die im Anschluss eine Vorstellung besuchen. Da die Führungen auf je 25 Personen begrenzt sind, bittet die Komödie am Kurfürstendamm um telefonische Voranmeldung unter Tel. 030/88 59 11 88. Tickets für die Führung: 5,00 € pro Person.

Eine Kooperation der TheaterGemeinde Berlin mit der Komödie am Kurfürstendamm und der Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Fotos von der Ausstellung in der Komödie am Kurfürstendamm

Spielplan

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