Das Versprechen

Regie: Armin Petras nach Friedrich Dürrenmatt
Mit Peter Kurth, Fritzi Haberland, Peter Moltzen, Iringó Réti, Andreas Leupold und Anja Schneider
In Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater Hamburg

Die Preisverleihung fand am 20. Februar 2008 im Maxim Gorki Theater statt.

Im Sturm erobert

Armin Petras und sein Gorki-Ensemble für die beste Aufführung der Spielzeit 2006/07 ausgezeichnet

Festlich-erwartungsvolle Stimmung in den Foyers des Maxim-Gorki-Theaters. Die Mitglieder der TheaterGemeinde Berlin haben Armin Petras' Inzenierung Das Versprechen nach Friedrich Dürrenmatts gleichnamigem Roman (1957) zur besten Aufführung der Spielzeit 2006/07 gewählt. Dieter Gottscheffs Perser am Deutschen Theater und Thomas Langhoffs Totentanz am BE kamen auf Platz 2 und 3. Nun wollten viele sehen, was da den renommierten Publikumspreis bekommen hatte, viele ihre Eindrücke von der unergründlich zwischen Slapstick und Tiefsinn oszillierenden Aufführung beim Wiedersehen überprüfen.

Dürrenmatt gab seiner Erzählung den Untertitel Requiem auf einen Kriminalroman. Bei Petras werden die vorhersehbaren Erzählmuster eines totgerittenen Genres parodiert, um hinter der Schablone die kriminellen Energien oder zumindest Zwiespältigkeiten all' jener, die den Mörder jagen, aufscheinen zu lassen. Entsprechend wurde die schiere Vitalität des Spiels während der Vorstellung viel belacht und am Schluss bejubelt.

Traute Grandke, die Vorsitzende der TheaterGemeinde, hob in ihrer Laudatio die Abgründigkeit der Inzenierung und Brillanz der Schauspieler hervor und betonte, dass mit dem Preis auch die Leistung des Ensembles gewürdigt werde, bereits in der 1. Spielzeit der Ära Petras mit vergleichsweise geringen Zuwendungen einen Spielplan von überwältigender Fülle, stilistischer Geschlossenheit und Unwechselbarkeit auf die Bühne zu bringen. Für den erkrankten Intendanten und Regisseur nahm der Geschäftsführende Direktor Klaus Dörr im Namen des Hauses die Urkunde entgegen und dankte insbesondere den Schauspielerinnen und Schauspielern, die den Spielplan des Gorki-Theater Abend für Abend tragen.

Die umschwärmte Fritzi Haberlandt freute sich über ihren ersten (!) Publikumspreis und darüber, dass ausgerechnet eine ihrer Lieblingsinzenierungen ihn bekommen hatte. Die Mitglieder der TheaterGemeinde nutzten den anschließenden Empfang rege, um mit den Schauspielern und Mitarbeitern des Theaters ins Gespräch zu kommen.

Boris Kehrmann

Fotos von der Preisverleihung

Pressestimmen

Publikumspreis fürs Gorki-Theater

Der Tagesspiegel, 22.Februar 2008

Der Hausherr war erkrankt - am Mittwochabend müssen Armin Petras daheim aber die Ohren geklungen haben, so viel Lob wurde im Maxim Gorki Theater über ihn als Intendanten und sein Ensemble laut. Gemeinsam sei ihnen das Kunststück gelungen, in kürzester Zeit mit viel Mut zum Experiment dem Haus künstlerisch neues Leben einzuhauchen, sagte Traute Grandke als Vorsitzende der Theatergemeinde in ihrer Laudatio über Berlins kleinste Staatssprechbühne. Namentlich ging es um "Das Versprechen" - das von Petras inszenierte Stück nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt wurde zur "Aufführung des Jahres 2007" gekürt.

Diesen Publikumspreis vergibt die Theatergemeinde Berlin seit einem Vierteljahrhundert - der Geschäftsführende Direktor des Maxim Gorki Theaters, Klaus Dörr, bedankte sich artig mit einem Lob. Die "Aufführung des Jahres" nannte er den wichtigsten Publikumspreis.

Für Fritzi Haberlandt war es der erste überhaupt. "Das Versprechen" sei auch eine ihrer Lieblingsinszenierungen, freute sich die Schauspielerin beim Sektempfang im Gespräch mit ihrem Publikum. Dass die Vorstellung der "Aufführung des Jahres" am Mittwochmorgen ziemlich wackelte, sprach sich erst nach der Preisverleihung unter den bis Mitternacht feiernden Gästen herum. Mit nur einer Bühnenprobe sprangen Hilke Altefrohne und Michael Klammer für den kurzfristig erkrankten Thomas Schmauser ein und teilten sich dazu dessen vier Rollen im Stück. Hema

Party für Aufführung des Jahres mit Fritzi Haberlandt

Berliner Morgenpost; 22. Februar 2008

Ausgerechnet Schauspieler Thomas Schmauser, der in der Maxim-Gorki-Theater-Inszenierung "Das Versprechen" gleich vier Rollen spielt, fehlte bei der Verleihung des Publikumspreises "Aufführung des Jahres" am Mittwochabend. Er musste sich einer kleinen OP unterziehen. Seine Parts teilten sich Hilke Altefrohne und Michael Klammer. Auch Regisseur Armin Petras fehlte - ihn erwischte eine Grippe. Der Preis wird alljährlich von der Theatergemeinde Berlin verliehen. Gefeiert wurde im Theater-Foyer bis nach Mitternacht, neben anderen dabei: Bühnenstar Fritzi Haberlandt. Jän

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