Drama lyrique in fünf Akten von Maurice Maeterlinck
Musikalische Leitung: François-Xavier Roth
Bühne/Kostüme: Hartmut Meyer
Mit Stephen Milling, Anne Sofie von Otter, Thomas Blondelle, Simon Keenlyside, Magdalena Kožená u.a.
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln/ Empfohlen ab 14 Jahren
Ruth Berghaus´ legendäre Inszenierung von Debussys "Pelléas und Mélisande" war ihre letzte an der Staatsoper Unter den Linden. Die stoffliche Grundlage ist das gleichnamige Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Stiefbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die Handlung bleibt im Vagen, dafür werden psychische Tiefen ausgelotet. Die Tragödie findet nicht als offener Konflikt, sondern als unterschwelliger seelischer Prozess statt. Debussys Musik bleibt ebenso verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Unter der monochromen Oberfläche schillern jedoch die vielfältigsten Farben, und Debussy gelingt es, die verrätselte, morbide Atmosphäre auf kongeniale Weise in Musik umzusetzen.