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Louis Majorelle, Detail Vitrinenschrank Les Oies, 1898, Foto: Brigantine 1900, München
Louis Majorelle, Detail Vitrinenschrank Les Oies, 1898, Foto: Brigantine 1900, München
Museen

Neuerwerbungen ab sofort zu sehen in der Ausstellung „Bröhan Total!“

Bröhan-Museum

Zum Ende des Jahres 2021 ist es dem Bröhan-Museum gelungen, zwei wichtige Werke für die Sammlung zu erwerben: Louis Majorelles „Vitrinenschrank ‚Les Oies‘ (Gänse)“, um 1898, sowie Carl Schuchs Gemälde „Birkenallee in der Abenddämmerung“, 1884. Bei Letzterem handelt es sich um die Rückseite des „Stilllebens mit Ingwertopf, Silbertasse und Früchten“ von Karl Hagemeister, das sich bereits im Besitz des Bröhan-Museums befindet. Die Tafel wurde wohl von dem Galeristen Heinemann in München durch Sägen geteilt und die getrennten, dünnen Tafelhälften auf neue Trägerplatten kaschiert. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Malerfreunde Karl Hagemeister und Carl Schuch während eines gemeinsamen Parisaufenthaltes 1884 einen Bildträger teilten. Die beiden Gemälde werden nun erstmals nebeneinander in der Ausstellung „Bröhan Total!“ zu sehen sein.

Auch die zweite Neuerwerbung, Louis Majorelles „Vitrinenschrank ‚Les Oies‘“ (um1898), der ursprünglich Teil eines Speisezimmers war, wird in der Schau ab sofort präsentiert. Der Künstler gehörte neben Emile Gallé und den Gebrüdern Daum zu den Mitbegründern der „École de Nancy“ und war als Entwerfer und Produzent zeittypischer Möbel einer der prominentesten Vertreter des französischen Art Nouveau. Majorelle feierte mit seiner Möbel-Präsentation einen großen Erfolg auf der Weltausstellung 1900 in Paris. Charakteristisch für seine Arbeiten sind Darstellungen von Flora und Fauna. Neben Gänsen bildet der Vitrinenschrank auch Schnecken ab und zeigt damit zwei Hauptzutaten der feinen französischen Küche. Mit dem Kauf des Vitrinenschranks konnte das Bröhan-Museum seiner umfangreichen Sammlung an französischen Jugendstil-Möbeln ein bedeutendes Objekt hinzufügen.

Die Jubiläumsausstellung „Bröhan Total!“ präsentiert die Highlights der Sammlung, aber auch zum Teil noch nie oder selten gezeigte Schätze aus dem Depot. Anlässlich des 100. Geburtstags von Museumsgründer Karl H. Bröhan wird noch bis zum 16. Januar 2022 auf der gesamten Ausstellungsfläche in einer neuartigen und ungewöhnlichen Präsentation so viel wie noch nie von der Sammlung gezeigt. Schaudepotbereiche mit Highlights der Kollektion, aber auch zum Teil selten gezeigte Schätze wechseln sich ab mit Periodrooms zum französischen Art Nouveau, zu den reformbewegten Entwürfen des deutschen Jugendstils, zum Art déco und zur funktionalistischen Formgebung der 20er Jahre. Die Gemäldebestände zur Berliner Secession werden ebenso präsentiert wie ausgefallene Sammlungsblöcke.

 

Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a
14059 Berlin

Öffnungszeiten
Di - So 10 - 18 Uhr sowie an allen Feiertagen
(24.+31.12. + Pfingstmontag geschlossen)

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