Einfach mehr Kultur erleben. Mit dem Kulturservice der TheaterGemeinde Berlin

Kundenservice Mo bis Fr 9–17 Uhr

030 21 29 63 00

Hans Baluschek. Hier können Familien Kaffee kochen, 1895, Foto: Martin Adam, Berlin
Hans Baluschek. Hier können Familien Kaffee kochen, 1895, Foto: Martin Adam, Berlin
Museen

„‘Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.‘ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag“

Bröhan-Museum

Ausstellung vom 26. März bis 27. September 2020

Eröffnung: 25. März, 19 Uhr

Hans Baluschek war scharfer Beobachter, brillanter Künstler und engagierter Chronist seiner Zeit. Schon früh konfrontierte der 1870 geborene Maler, Grafiker und Illustrator das Publikum mit ungewohnt realistischen Darstellungen des Berliner Lebens. Ihn interessierten die Folgen der Industrialisierung, die Lebensumstände des Proletariats, Armut, Hunger und Verwahrlosung in den unteren Gesellschaftsschichten einer großen Stadt. Von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnsteinkünstler“ diffamiert, fand Baluschek ab 1899 Anerkennung in den Ausstellungen der Berliner Secession. Zum 150. Geburtstag des Künstlers zeigt die Ausstellung im Bröhan-Museum nun einen umfassenden Überblick seines Werkes und spannt dabei einen Bogen vom Kaiserreich bis in die Jahre der Weimarer Republik. Ergänzt wird die Schau durch Werke der kanadischen Künstlerin Larissa Fassler, die seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbeitet. Sie fasst urbane Spuren in großformatigen Stadtplänen zusammen. Ihre Themen sind Gentrifizierungsprozesse und gesellschaftliche Veränderungen.

Die Ausstellung vereint mit etwa 100 Exponaten wertvolle Leihgaben aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen mit dem eigenen umfangreichen Bestand des Bröhan-Museums. Baluscheks Themen sind heute so aktuell wie damals: Fragt man nach den Erben Baluscheks in der globalisierten Kunstwelt der Gegenwart, wird es an Vorschlägen nicht mangeln. Eine Antwort bietet die Arbeit der Künstlerin Larissa Fassler. Mit Sorge betrachtet sie die Gentrifizierungsprozesse, den Wohnungsmarkt und den Auftrieb unternehmerischer Strukturen in Berlin. Ihre Kunst führt sie auf Erkundungstouren in die Metropolen, sinnliche Eindrücke sowie digitale Werkzeuge begleiten sie dabei. Sie sammelt Fakten unsichtbarer und sichtbarer Zusammenhänge, dokumentiert urbane Spuren und fasst dies in großformatigen Stadtplänen zusammen. In der Schau im Bröhan-Museum ist ihr ein eigener Raum gewidmet.

Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a
14059 Berlin

Öffnunszeiten
Di - So 10 - 18 Uhr sowie an allen Feiertagen
(24.+31.12. + Pfingstmontag geschlossen)

KULTURplus Vorteil: 25% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis (Sonderveranstaltungen ausgenommen)