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Museen

Rembrandts Orient Filmreihe zur Ausstellung im Museum Barberini

Filmmuseum Potsdam

Die Ausstellung „Rembrandts Orient“ im Museum Barberini untersucht, wie die Maler des niederländischen Goldenen Zeitalters auf Einflüsse des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens reagierten. Die Kunstwerke Rembrandts und seiner Zeitgenoss*innen sind Zeugnisse der ersten Globalisierung, die in der Malerei zu neuartigen Historienszenen, Portraits und Stillleben inspiriert hat. Die west-östliche Begegnung fand nicht auf Augenhöhe statt, zu einem auf Gleichwertigkeit beruhenden Austausch kam es nicht. Das Fremde war vor allem reizvoller Kontrast zum Eigenen.
Turban und Teppich, Säbel und Seidenrock: Die stereotypisierende Motivik der Kunstgeschichte lebt im 20. Jahrhundert u.a. im Hollywood-Film fort und prägt teilweise bis heute die Wahrnehmung östlicher Kultur.
Eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen im virtuellen Kino des Filmmuseums Potsdam – so wie die Ausstellung im Museum Barberini –  lädt dazu ein, den heute weiterhin andauernden Eurozentrismus zu hinterfragen.

15.3. - 15.4.2021

Nightwatching – Das Rembrandt-Komplott

R: Peter Greenaway, D: Martin Freeman, Emily Holmes, Eva Birthistle, GB/NL/Kanada/F/P 2007, deutsche Fassung, 134’
Während des Auftrags, die Amsterdamer Gilde der Büchsenschützen zu porträtieren, stößt der Maler Rembrandt van Rijn auf Verwicklungen und schließlich auf einen Mordkomplott, in den die Personen in seinem Gemälde involviert sind. Entschlossen, die Verschwörung aufzudecken, fügt Rembrandt seinem Bild zahlreiche gemalte Andeutungen hinzu. Die Porträtierten durchschauen seine Absicht und verschwören sich gegen den Maler.
Peter Greenaways minimalistisch inszenierter, wenn auch meisterlich ausgeleuchteter Film ist eine verrätselte Spekulation über Rembrandts heute als „Die Nachtwache“ berühmtes Gemälde. Der Film entstand zu Rembrandts 400. Geburtstag.

1.4.-30.4.2021
Sohn des Scheichs The Son of the Sheik

R: George Fitzmaurice, D: Rudolph Valentino, Vilma Banky, George Fawcett, USA 1926, Stummfilm mit Musik, engl. ZT, 70’

Der Sohn des Scheichs hat sich in die Tänzerin Yasmin verliebt. Doch als er erfährt, dass sie nur ein Lockvogel für seine Entführung gewesen sein soll, sinnt er nach Rache.

Konventionell, aber nicht ohne ironischen Unterton erzählt, wartet das abenteuerliche Stummfilmdrama mit spannenden Intrigen, einer guten Portion Romantik, furiosen Kampfszenen und Verfolgungsjagden durch die Wüste auf.
Mithilfe der Split-Screen-Technik konnte Rudolph Valentino den Scheich und dessen Sohn spielen – seine letzten Rollen. Denn bevor die schließlich kommerziell erfolgreiche Produktion in die Kinos kam, starb Valentino 31-jährig während einer Promotiontour.

1.5.-31.5.2021
The Halfmoon Files
R: Philip Scheffner, D 2006/2007, Dok., 87’

"Wenn ein Mensch stirbt, irrt er herum und wird ein Geist. Es ist die Seele, die umherschweift. Diese Seele ist wie ein Lufthauch. Der Geist ist wie die Luft, die uns umgibt. Er kann überall hingehen." (Bhawan Singh, Wünsdorf 1917/2007)
Ausgangspunkt von Philip Scheffners Dokumentarfilm ist eine Stimme, die am 11. Dezember 1916 um vier Uhr nachmittags im Kriegsgefangenenlager Wünsdorf bei Berlin mit Hilfe eines Edison-Phonographen und einer Schellackplatte konserviert wurde – als „typisches" Beispiel der nordindischen Sprache Panjabi. Die Stimme gehörte dem für die britische Armee kämpfenden Kolonialsoldaten Mall Singh; Aufzeichnungs- und Speichermedium waren Eigentum des Preußischen Kulturministeriums. Philip Scheffners Rekonstruktion der damit verbundenen geschichtlichen Zusammenhänge befragt filmische, fotografische wie phonographische Quellen und verbindet archivkritische Perspektiven mit medienmaterialistischer Reflexion.

In Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini

Kino2online

https://filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de

Kino2online ist ein monatlich wechselndes Video-on-Demand-Angebot des Filmmuseums Potsdam. Die Anmeldung als Nutzer*in ist erforderlich. Filme können zu moderaten Preisen geliehen werden und stehen Nutzer*innen 48 Stunden lang zur Sichtung bereit. Kostenlose Beiträge wie Einführungen, Filmgespräche oder Trailer ergänzen das Angebot.

 

Filmmuseum Potsdam
Marstall, Breite Str. 1A
14467 Potsdam

Öffnunszeiten
Ausstellungen: Di–So 10–18 Uhr
Kino: Di–So 17, 19 Uhr und Do–Sa zusätzlich 21 Uhr
Kinderkino: Sa, So 15 Uhr

KULTURplus Vorteil: ermäßigter Eintritt für Kinokarten und Kombiticket Dauer- und Sonderausstellung Filmmuseum